Fragen
zum Haarausfall
Gründe
für den männlichen Haarausfall
Haarausfall
ist ein medizinischer Zustand, der ca. 25 % der Männer
ab 20 Jahre betrifft und erstaunliche 2/3 aller Männer
nach 60. Männlicher Haarausfall hat keine wirklichen
Nebeneffekte abgesehen vom Verlust der Haare, so dass viele
dies lediglich als kosmetischen Zustand ansehen, aber für
die Betroffenen, die darunter leiden, können die Folgen
verheerend sein, mit sozialen und psychologischen Konsequenzen.
Seit
tausenden von Jahren wurde versucht männlichen Haarausfall
zu heilen. Angefangen im alten Ägypten, wo Tauben-Exkremente
verwendet wurden, bis zum frühen 20. Jahrhundert mit
der Elektroschock-Therapie für die Kopfhaut, hat die
Menschheit nach dem Heilmittel gegen Haarausfall gesucht.
Aber erst kürzlich haben wir erfahren was Haarausfall
tatsächlich hervorruft.
Männlicher
Haarausfall ist das Ergebnis eines Gens im menschlichen Körper,
das große Menge an Testosteron in DHT (Di-Hydrotestosteron)
umwandelt. In der einen oder anderen Form sind 60-70 % aller
Männer und 4-8 % vom Haarausfall betroffen. Der Ausfall
ist bedingt durch vererbte Faktoren. Man erbt die Tendenz
Haare zu verlieren von beiden Elternteilen. Dies wird über
die eigenen Gene übertragen. Man kann diese Tendenz auch
dann haben, wenn die Eltern eine vollständige Kopfbehaarung
haben – dies geschieht durch spontane Mutation, durch
die sich die genetische Information bei der Empfängnis
ändert.
Haarausfall kann aber auch die Folge von traumatischen Ereignissen,
Verbrennungen, einer Strahlentherapie oder eines chirurgischen
Eingriffs sein. Dies ist oft zugänglich für Transplantationen,
da Spenderbereiche oft in hervorragender Verfassung sein können.
Eine Vielzahl an Medikamenten und Krankheiten führt auch
zu Haarausfall. Dieser ist dann nur reversibel wenn die ursprüngliche
Ursache geheilt wurde. Eine Haartransplantation ist in diesen
Fällen nicht die richtige Maßnahme. Falls Sie an
einer Erkrankung der Kopfhaut leiden, sollten Sie einen Hautarzt
aufsuchen
Das DHT Hormon ist, trotz seiner Hilfe bei der Entwicklung
des Fötus, verheerend für Haarfollikel, da es sie
zerstört und sie schrumpfen lässt. Ein normaler
Haarfollikel lebt 5 Jahre, davon wächst es 4 Jahre und
stagniert im letzten Jahr. Beschädigte Haarfollikel aber
fallen aus und werden nicht durch neue Follikel ersetzt. Deshalb
erfolgt männlicher Haarausfall graduell, ist in seinen
späteren Stadien aber irreversibel.
Bekannte
Behandlungsmethoden
Behandlungsmethoden
gegen Haarausfall basieren sowohl auf Medikamenten als auch
auf chirurgischen Eingriffen. Von den Gesundheitsbehörden
anerkannte Medikamente wie Rogaine und Propecia können
kurzfristige Abhilfe bei Haarausfall schaffen und sind seit
Jahren beliebte Mittel. Rogaine ist eine Lösung zum topischen
Auftragen, die bewiesenermaßen Follikeln beim Nachwachsen
hilft. Sie wirkt aber nur bei ca. 60 % aller Patienten. Propecia
ist sehr effektiv darin existierendem Haarausfall entgegenzuwirken,
ist aber am wirkungsvollsten, wenn es in den frühen Stadien
des männlichen Haarausfalls angewendet wird. Leider sind
die Ergebnisse mit beiden Medikamenten nur temporär,
da sie nur bei ständiger Anwendung wirken. |
Die
Norwood Skala
Die
Norwood Skala dient der Klassifikation des männlichen
Haarausfalls von der anfänglichen Verdünnung der
Haare bis zum fortgeschrittenen Haarausfall. Dies erleichtert
die gegenwärtige Einordnung und die Abschätzung
des möglichen zukünftigen Haarausfalls. Die Skala
beginnt bei 1, dem geringsten Haarausfall, und steigt bis
7, der aggressivsten Form des Haarausfalls, an.

|